{"id":713,"date":"2024-10-11T08:33:23","date_gmt":"2024-10-11T06:33:23","guid":{"rendered":"https:\/\/decolonize-bonn.de\/?page_id=713"},"modified":"2024-10-11T08:50:18","modified_gmt":"2024-10-11T06:50:18","slug":"offener-brief-oper-columbus","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/decolonize-bonn.de\/en\/presse\/offener-brief-oper-columbus\/","title":{"rendered":"Offener Brief an das Theater Bonn zur Auff\u00fchrung der Oper &#8220;Columbus&#8221;"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-text-align-center\" data-block-type=\"core\"><em>Content Note: Rassismus, Kolonialgewalt<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\" data-block-type=\"core\"><\/div>\n\n\n\n<p data-block-type=\"core\">Sehr geehrtes Theater Bonn,<br><\/p>\n\n\n\n<p data-block-type=\"core\">mit der Oper \u201cColumbus\u201d von Werner Egk hat das Theater Bonn in der Spielzeit 2023\/24 ein kolonialrassistisches Werk auf die B\u00fchne gebracht. Das Theater h\u00e4tte diese B\u00fchne nutzen m\u00fcssen, um postkoloniale Kritik zu \u00fcben und bisher verdr\u00e4ngte Perspektiven auf die Kolonialzeit und Kolumbus in der Bonner Oper auf die B\u00fchne zu bringen und strukturelle Kritik am Kolonialismus zu vermitteln. Stattdessen entschied sie sich, ein St\u00fcck \u00fcber Kolumbus zu inszenieren, in dem indigene Perspektiven, <em>Agency<\/em> und Widerstand g\u00e4nzlich ausgeblendet werden. Gleichzeitig werden mit dem St\u00fcck rassistische Stereotype reproduziert und entmenschlichende und gewaltvolle Inhalte gezeigt.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p data-block-type=\"core\">Wir sind fassungslos und w\u00fctend. Wir fordern das Theater Bonn auf, aus dieser Auff\u00fchrung zu lernen, die Prozesse, die zur Auff\u00fchrung der Oper in dieser Form gef\u00fchrt haben, und die mangelnde Beteiligung der Betroffenen zu reflektieren und f\u00fcr zuk\u00fcnftige Auff\u00fchrungen und deren Rahmenprogramm sicherzustellen. Die Oper h\u00e4tte in dieser Form nicht aufgef\u00fchrt werden d\u00fcrfen, dar\u00fcber darf auch das Rahmenprogramm nicht hinwegt\u00e4uschen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p data-block-type=\"core\">Wir, <em>bonn postkolonial<\/em>, sind eine selbstorganisierte Gruppe, die sich zum Ziel gesetzt hat, koloniale Kontinuit\u00e4ten im Bonner Stadtbild sichtbar zu machen. Postkolonialismus und Antirassismus sind dabei Ausgangspunkt unseres Engagements. F\u00fcr das Rahmenprogramm rund um die Oper&nbsp; \u201cColumbus\u201d wurden wir f\u00fcr eine Podiumsdiskussion zum Thema \u201cOper trifft Stadt &#8211; Erinnerungskultur in Bonn\u201d zusammen mit der Leiterin der Gedenkst\u00e4tte f\u00fcr NS-Verbrechen Bonn eingeladen. Wir haben daf\u00fcr 500\u20ac erhalten. Zu dem Zeitpunkt hatten wir die Oper noch nicht gesehen. Zudem sind wir als Gruppe eurozentristisch sozialisiert und sprechen aus nicht-indigenen Perspektiven. Von den f\u00fcnf Personen von Bonn postkolonial, die die Oper gesehen haben, sind bis auf eine Person wei\u00df positioniert.<\/p>\n\n\n\n<p data-block-type=\"core\">Mit diesem Brief m\u00f6chten wir in einen konstruktiv-kritischen Diskurs mit dem Theater Bonn treten und unsere Kritik, wie aktuell in einer Bonner Kulturinstitution mit dem Thema Kolonialismus umgegangen wird, \u00f6ffentlich machen. Wir werden uns in diesem offenen Brief mit dem Entstehungsprozess, der Operninszenierung selbst und dem Rahmenprogramm auseinandersetzen. Wir hoffen auf Unterst\u00fctzung und Vernetzung von Einzelpersonen und Gruppen sowie auf konstruktives Feedback und Erg\u00e4nzungen per Mail an uns.<\/p>\n\n\n\n<p data-block-type=\"core\"><strong>Wir brauchen rassismuskritische Perspektiven auf die Kolonialgeschichte und Christoph Kolumbus!&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p data-block-type=\"core\">Das Theater Bonn hat ein St\u00fcck gew\u00e4hlt, welches den Kolonialverbrecher Kolumbus allein in den Mittelpunkt der Geschichte stellt und den Zuschauer:innen nahelegt, mit ihm zu sympathisieren. F\u00fcr eine kritische Auseinandersetzung mit der Person Kolumbus und der gewaltvollen Eroberung Amerikas bietet das St\u00fcck unseres Erachtens keinen Raum. In der Oper steht Kolumbus als tragische Figur im Zentrum der Handlung.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p data-block-type=\"core\">Wir brauchen aber dringend andere, bisher verdr\u00e4ngte Perspektiven auf die Geschichte von Kolumbus und die der Kolonialzeit insgesamt. Wir brauchen Perspektiven, die die lokale Bev\u00f6lkerung und die Betroffenen in den Vordergrund stellen, die sichtbar machen, was durch die Kolonialverbrechen unsichtbar gemacht werden sollte und die dem eurozentristischen Narrativ entgegentreten. Stimmen und Perspektiven, wie die der indigenen Bev\u00f6lkerung, bspw. der Ta\u00edno von Guanahan\u00ed, und weiterer K\u00e4mpfer:innen gegen die Kolonialverbrechen Kolumbus. Ihre Perspektive bleibt in der Oper unsichtbar.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p data-block-type=\"core\">Konkret kritisieren wir, dass dekoloniale Perspektiven bewusst nicht in den Prozess und die Konzeptualisierung der Oper einbezogen wurden. Dies wurde durch die sinngem\u00e4\u00df wiedergegebene Aussage der Oper, &#8220;Wir haben die Problematik [Rassismus] vermieden, indem wir diese Perspektive ganz ausgeblendet haben\u201d im Rahmen der Podiumsdiskussion am 22.06. auf den Punkt gebracht. Wir fordern: Multiperspektivit\u00e4t muss bei zuk\u00fcnftigen Produktionen sichergestellt werden, denn es gibt nicht nur die europ\u00e4ische T\u00e4tersicht auf die Kolonialzeit!<\/p>\n\n\n\n<p data-block-type=\"core\"><strong>Das B\u00fchnenbild, die Inszenierung und die Texte reproduzieren rassistische Gewalt.&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p data-block-type=\"core\">Wir sehen eine goldgerahmte B\u00fchne. Auf der B\u00fchne stehen und liegen \u00fcberdimensionale Figuren, die wahlweise als Sitzgelegenheit genutzt werden. Die Schauspieler:innen, S\u00e4nger:innen und der Chor tragen beige Kost\u00fcme, die der stereotypen Kleidung der damaligen Kolonisator:innen \u00e4hneln. Im Laufe des St\u00fcckes wird das B\u00fchnenbild durch eine Statue von K\u00f6nigin Isabella von Kastillien erg\u00e4nzt. Nach dem gewaltsamen \u00dcberfall Kolumbus wird die Statue sowie der Chor mit Blut beschmiert, um den Gewaltexzess zu verdeutlichen. In der n\u00e4chsten Szene w\u00e4scht sich der Chor sauber und das Blut ist verschwunden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p data-block-type=\"core\">Auf der B\u00fchne befinden sich diverse Monitore, die den Kontext des Geschehen liefern (sollen). Es werden Bilder und Videos aus verschiedenen regionalen Kontexten sowie aus dem Vietnamkrieg gezeigt. Wir finden es gut, hier den Blick zu weiten und die Kolonialisierung durch Kolumbus nicht als Einzelfall darzustellen, sondern Parallelen sichtbar zu machen. Die Auswahl des Materials reproduziert jedoch rassistische Gewalt, entmenschlicht die Kolonisierten und stellt diese als passive Opfer dar.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p data-block-type=\"core\">\u00dcber die Monitore wird auch ein Bezug zur \u201cTear-them-down\u201d-Bewegung hergestellt. Weltweit wurden und werden Statuen von rassistischen Pers\u00f6nlichkeiten zu Fall gebracht &#8211; auch die von Christoph Kolumbus. Die Videos zeigen Aufnahmen der fallenden Statuen und den Jubel der Anwesenden. Gleichzeitig ist es das tragische Ende der Figur auf der B\u00fchne, in dem er Reue zeigt und damit das Mitleid des Publikums fordert. Mitleid mit einem Kolonialverbrecher. Inwieweit Kolumbus am Ende wirklich Reue gezeigt hat, ist nicht gesichert.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p data-block-type=\"core\">Besonders die Textpassagen, sowohl die Oper als auch die Hintergrundtexte, reproduzieren rassistische Sprache und Gewalt. Wir kritisieren dies auf das Sch\u00e4rfste. Unter anderem auch, da diese Reproduktion, durch eine mangelnde kritische Auseinandersetzung und Einbindung von Betroffenen, letztendlich vor allem einen Zweck bedient: die Unterhaltung von einer zum Gro\u00dfteil weissen und unbetroffenen Gruppe von Theaterg\u00e4nger:innen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p data-block-type=\"core\">Insgesamt erscheint die Kritik oft wenig konsequent oder lediglich kontextualisierend. Weite Teile der Auff\u00fchrung sowie des gesungenen und gesprochenen Textes bleiben zudem von der Kritik unber\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p data-block-type=\"core\"><strong>Das Theater Bonn hat sich daf\u00fcr entschieden, antikoloniale und widerst\u00e4ndige Perspektiven auszublenden &#8211; schlie\u00dflich gehe es hier nur um Kolumbus.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p data-block-type=\"core\">Das Rahmenprogramm enthielt verschiedene Vor- und Nachgespr\u00e4che mit Expert:innen und Wissenschaftler:innen. Auf den ersten Blick wirkt es wie eine intensive Auseinandersetzung mit kolonialen Kontinuit\u00e4ten und deren aktueller Relevanz und strahlt den Willen aus, sich einer strukturellen Kritik an der Oper als Institution und der Inszenierungen zu \u00f6ffnen. Aus unserer Sicht h\u00e4tte genau dies daf\u00fcr genutzt werden k\u00f6nnen und m\u00fcssen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p data-block-type=\"core\">Wir waren sowohl bei der Podiumsdiskussion als auch bei einem Nachgespr\u00e4ch mit dem Regisseur anwesend. In diesen Gespr\u00e4chen wurde seitens des Theaters angef\u00fchrt, dass die Einbindung einer Opferperspektive nicht \u201cstemmbar\u201d gewesen w\u00e4re bzw. die Fokussierung auf die Person Kolumbus die Auseinandersetzung mit weiteren Gruppen nicht notwendig gemacht h\u00e4tte. Auf die Frage nach der Einbeziehung indigener Perspektiven in die Oper antwortete man, dass indigene Menschen, die an der Bonner Klimakonferenz teilnahmen, zu den Proben&nbsp; eingeladen wurden. Es w\u00e4re wichtig gewesen, indigene Perspektiven zu einem fr\u00fcheren Zeitpunkt einzubeziehen und nicht nur als Token zu einem Zeitpunkt, an dem die Oper kurz vor der Auff\u00fchrung stand.<\/p>\n\n\n\n<p data-block-type=\"core\">Die Podiumsdiskussion \u201cOper trifft Stadt &#8211; Erinnerungskultur in Bonn\u201d am 22.06. h\u00e4tte ein Raum f\u00fcr Kontroversen und (Selbst-) Kritik bieten und erste Antworten auf die Frage geben k\u00f6nnen, wie eine Aufarbeitung unserer Kolonialvergangenheit und ein Umgang damit heute aussehen k\u00f6nnte. Stattdessen wurde ein Gespr\u00e4ch gef\u00fchrt, das allenfalls ein oberfl\u00e4chliches Kennenlernen u.a. unserer Initiative erm\u00f6glichte. Das Potential des Formats, neben diesen Antworten ggf. eine Basis f\u00fcr eine konstruktive langfristige Zusammenarbeit zwischen den drei Akteur:innen zu schaffen und Raum f\u00fcr eben diese kontroversen, gewaltvollen aber so wichtigen Themen zu geben, wurde somit \u00fcberhaupt nicht ausgesch\u00f6pft. Nicht \u00fcberraschend, aber dennoch sehr entt\u00e4uschend angesichts der Energie, die in die Inszenierung des St\u00fccks und das Rahmenprogramm gesteckt wurde.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p data-block-type=\"core\">L\u00fcckenhaften und falschen Darstellungen der Kolonialvergangenheit wird in unserer Gesellschaft, in Bildungs- und Kultureinrichtungen immer noch zu viel Raum gegeben. Die Inszenierung hat zwar versucht, eine Kritik an Kolumbus in das St\u00fcck zu integrieren, aber diese Kritik ist im St\u00fcck wenig pr\u00e4sent. Sie wird nicht ausreichend kontextualisiert oder in die Handlung des St\u00fccks integriert, oft nur im Hintergrund oder von Au\u00dfenstehenden im Rahmenprogramm. Die Kritik bleibt dabei oft diffus und wird nicht auf bestehende Ungleichheiten, global und in Bonn, auf Rassismus und koloniale Kontinuit\u00e4ten in der Oper bezogen und erm\u00f6glicht so leider nicht deren \u00dcberwindung, sondern reproduziert rassistische Gewalt. Es ist wichtig, kontroverse gesellschaftliche Themen auf die B\u00fchne zu bringen, aber dies darf niemals auf Kosten der Betroffenen geschehen! Die Oper \u201cColumbus\u201d l\u00e4sst eine solche Kritik nicht zu.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p data-block-type=\"core\">Wir fragen uns, wie leichtfertig die Entscheidung f\u00fcr die Inszenierung der Oper \u201cColumbus\u201d getroffen wurde und inwieweit kritische Stimmen bereits in die St\u00fcckauswahl einbezogen werden. Wir fordern das Theater Bonn auf, aus dieser Auff\u00fchrung zu lernen, interne Prozesse zu reflektieren und bei zuk\u00fcnftigen Produktionen Multiperspektivit\u00e4t zu gew\u00e4hrleisten. Wir hoffen, dass dieser offene Brief ein Ansto\u00df f\u00fcr diesen Reflexionsprozess und einen Austausch dar\u00fcber sein kann.<\/p>\n\n\n\n<p data-block-type=\"core\">Mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen,<\/p>\n\n\n\n<p data-block-type=\"core\">bonn postkolonial<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\" data-block-type=\"core\"><\/div>\n\n\n\n<p data-block-type=\"core\">1 \u201cDer englischsprachige Begriff agency hat keine direkte deutschsprachige Entsprechung. Er wird<br>meist mit Handlungsf\u00e4higkeit, Handlungsverm\u00f6gen oder auch Handlungsmacht u\u0308bersetzt. Gemeint ist<br>damit die F\u00e4higkeit eines Akteurs, innerhalb einer gegebenen Situation nicht nur determiniert zu<br>reagieren, sondern mit einer gewissen Offenheit auf sich selbst und andere Einfluss zu nehmen.\u201d<br>https:\/\/berlinergazette.de\/de\/agency-im-digitalen-zeitalter\/<\/p>\n\n\n\n<p data-block-type=\"core\">2 \u201cTokenismus beschreibt kritisch eine symbolische Geste, bei der Menschen, die aufgrund einer<br>(ihnen zugeschriebenen) \u201eKategorie\u201c, wie beispielsweise Frau oder Schwarz positioniert, eine<br>Minderheit in einer dominanten Gruppe darstellt. (\u2026) Sie werden dabei lediglich als<br>Repr\u00e4sentant:innen der ihnen zugeordneten Kategorien und als Vertreter:innen ihrer \u201eGruppe\u201c<br>angesehen. Die Praktik des Tokenismus dient dazu, die Kritik an bestehenden diskriminierenden oder<br>ausgrenzenden Machtverh\u00e4ltnissen, wie beispielsweise Sexismus oder Rassismus, abzuwehren, da<br>die dominante Gruppe sich darauf berufen kann, Personen dieser \u201eKategorien\u201c aufgenommen zu<br>haben. Bestehende Machtverh\u00e4ltnisse werden damit jedoch nicht erschu\u0308ttert, sondern nur<br>oberfl\u00e4chlich verdeckt. (https:\/\/www.vielfalt-mediathek.de\/kurz-erklaert-token-tokenismus)<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\" data-block-type=\"core\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Content Note: Rassismus, Kolonialgewalt Sehr geehrtes Theater Bonn, mit der Oper \u201cColumbus\u201d von Werner Egk hat das Theater Bonn in der Spielzeit 2023\/24 ein kolonialrassistisches Werk auf die B\u00fchne gebracht. 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